Ein utopisches Gedankenspiel

Was wäre, wenn keine Länder, keine Staaten und keine Grenzen mehr existieren würden? Wenn es nichts mehr gäbe, was dem Menschen ein nationales Zu- und Zusammengehörigkeitsgefühl verleihen würde? Wie wäre das Leben auf unserer Welt? Die Lebensstruktur, mit der wir seit dem Moment unserer Geburt vertraut gemacht wurden, mit der sogar schon unsere Eltern und Grosseltern aufgewachsen sind, würde plötzlich nicht mehr existieren.

In diesem utopischen Gedankenspiel bist du nicht mehr Schweizerin oder Schweizer. Du verbringst deine Ferien nicht mehr in Spanien, dein Döner stammt nicht mehr vom Türken um die Ecke und Ausländer sind nicht mehr Ausländer. Du kannst dich nicht mehr über deine Staatsangehörigkeit definieren. Denn sobald alle Grenzen aufgehoben würden, könnte sich jeder Mensch nur noch als “Bewohner dieser Erde” identifizieren. Du hättest genauso viel gemeinsam mit einem Kongolesen wie mit deinem Nachbarn, solange man von der Sprache, der Kultur und den physischen Aspekten absieht. Verallgemeinerungen würden schwerfallen, da man nicht mehr behaupten könnte, dass sich alle Bewohner der Vereinigten Staaten ungesund ernähren oder jeder Italiener ein schlechter Autofahrer sei. Dies aus dem Grund, da es so etwas wie Länder nicht mehr geben würde. Durch diese verschiedenen Annahmen entstünde eine gewisse natürliche Gleichheit. Möglicherweise würden Kriege seltener werden, vielleicht sogar nach einiger Zeit der Vergangenheit angehören. Was würde es schon bringen, deinem eigenen Volk Leid zuzufügen? Dies natürlich nur unter der Annahme, es würde keinen “mondialen Bürgerkrieg” entstehen.

Durch das Verschwinden ausnahmslos aller politischen Staaten würde die gesamte Fläche unseres Planeten nicht mehr geziert werden von kilometerlangen Grenzlinien. Man müsste sich unsere sieben Kontinente der Erde wie ein einziger, gigantischer Staat vorstellen. Ein gigantischer Staat, dem es gilt, eine innere Struktur zu verleihen, die auch tatsächlich funktionieren würde. Politisch betrachtet müsste sich die Bevölkerung für eine angebrachte Regierungsform entscheiden. Doch diese Wahl dürfte nicht einfach fallen und womöglich zu kleineren und grösseren Differenzen zwischen Meinungen und Ansichten führen. Soll man eine politische Ordnung beibehalten, wie sie aktuell der Welt bekannt ist oder sich doch mit der totalen Selbstbestimmung auseinandersetzen und so die Anarchie walten lassen? Denn wie uns bereits die Verwalter des Römischen Reichs lehrten, ist es mit sehr vielen Problemen verbunden, ein grosses Gebiet unter Kontrollen zu haben und auch zu behalten, ohne dass es zu Unruhen und Unstimmigkeiten in der Bevölkerung kommt. Aber ob ein Zusammenleben ohne Regelungen und einer Regierungsform wirklich gelingen könnte, bezweifle ich leider.

Das Aufheben jeglicher Grenzen, die Staat von Staat trennt, würde dem Reisen zugutekommen. Es würde viel simpler sein, seinen Heimatort zu verlassen und sich auf eine Reise zu begeben. Weder Passkontrollen und Grenzposten müsste man passieren, wo man durch unangenehme Wartezeiten und möglichen Komplikationen wertvolle Zeit verschwendet, noch müsste man Gebühren zahlen für das Importieren wie auch das Exportieren von Produkten. In Folge davon würde auch die temporäre “Migration” aufkommen. Ohne grosse Kosten und Umstände könnte man kurzfristig am einen Ort und schon bald darauf tausende Kilometer weiter weg wohnen. Dies würde dazu führen, dass Verarmte und Arbeitslose im Vergleich zu Heute beinahe problemlos in reiche Gebiete ziehen könnten. Nach meinen Annahmen würde dies eine gleichmässige Durchmischung von Arm und Reich zur Folge haben. Dies müsste aber kein Nachteil sein. Menschen aus armen Verhältnissen hätten so durch von den Reichen geschaffene Arbeitsplätze eine Chance auf eine finanziell abgesicherte Zukunft, wobei die Arbeitgeber und Firmenvorsitzende gleichzeitig genügend Arbeitskräfte hätten, was sich nur positiv für die Geschäfte, Firmen und Organisationen auswirken würde.

Eine solche Utopie, in der alles fehlen würde, was wir mit Ländern und politischen Staaten in Verbindung bringen, könnte nur entstehen und bestehen, wenn ausnahmslos alle Menschen weniger egozentrisch denken und handeln würden. Ohne eine grosse Liebe für sein Gegenüber würde diese fiktive Gesellschaftsordnung bald in totalem Chaos enden oder erst gar nicht zustande kommen.

 

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Depression Comix | Reblog

Depression Comix ist eine Website, welche die psychische Krankheit Depression in Form von Comics visualisiert. Auch wenn ich nicht an einer Depression erkrankt bin, finde ich mich trotzdem dann und wann in Situationen wieder, die sich sehr gut mit einigen Beiträgen der Seite identifizieren lassen. Immer wieder stosse ich dort auf Comics, die mich persönlich betreffen und mir das Gefühl geben, verstanden zu werden. Aber auch für Aussenstehende kann die Website hilfreich sein. Die Comics bieten einen Einblick in das Denken, Fühlen und Wahrnehmen einer depressiv erkrankten Person. So können Angehörige besser verstehen und nachvollziehen, wie es sich anfühlt, in einem dunklen Loch gefangen zu sein und keine Auswegsmöglichkeit zu sehen.

Der Comic zu Beginn des Beitrags habe ich gewählt, da ich mich oft genauso fühle wie dieser kleine Junge. Ich stecke immer noch mitten in meinen Jugendjahren und denke oft über die Zukunft nach. Und ich muss ehrlich gestehen, dass ich eine gewisse Angst davor habe. Die Ungewissheit, wie es mit unserer Welt weitergehen wird, macht mir Sorgen. Auch das Unwissen über mein persönlicher Werdegang als Mensch auf unserer Erde trägt dazu bei. Was die Jahre, die uns bevorstehen, bringen mögen, kann nur vage erraten werden. Doch egal was noch passieren wird, wichtig ist, weniger über die Zeiten nachzudenken, die noch gar nicht eingetroffen sind und sich mehr mit dem „Hier und jetzt“ zu befassen.

p-poem #6

i’m not getting along with myself anymore,

and it makes me feel miserable.

it starts within my own skin a war.

makes my thoughts indecipherable.

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p-poem is a tiny project of little autobiographical poems about thoughts, feelings, everyday situations and being me. So basically just pathetic poems by a confused teenage girl: p-poems.

 

Und der ganzen Welt noch dazu

Ständig habe ich das Gefühl, ich müsse allen etwas beweisen. Ich müsse mir selber etwas beweisen, mir selber gerecht werden und der ganzen Welt noch dazu. Meinen eigenen Ansprüchen entsprechen und gleichzeitig allen anderen gefallen. Doch auf diese Weise stehe ich mir selber im Weg, werde zu meinem grössten Feind, obwohl ich doch so gerne mein eigener Freund wäre.

 

p-poem #5

you are so unaware of your inner beauty.

so believe me when I say

all that matters is what you feel at the end of the day.

only loving yourself is what’s your life’s duty.

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p-poem is a tiny project of little autobiographical poems about thoughts, feelings, everyday situations and being me. So basically just pathetic poems by a confused teenage girl: p-poems.

 

Love, Rosie | Quote

I had this weird dream on the plane over.

I was me,

and you were you,

standing where you are right now, perfect.

And I took you in my arms, in a manly kind of way.

Like this,

and said: „Rosie Dunne, can I take you to the dance?“

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A quote of the romantic drama movie Love, Rosie